Was haben Ölschäden mit Hochwasser und Starkregen zu tun?

Wenn Wasser auf Öl trifft

Öl und Wasser vermischen sich nicht einfach. Öl schwimmt häufig auf der Wasseroberfläche und kann sich mit dem Hochwasser schnell im ganzen Keller, auf dem Grundstück oder sogar in der Umgebung verteilen.

Das Problem: Sobald Öl einmal ausgetreten ist, bleibt es selten dort, wo es entstanden ist. Es haftet an Wänden, Böden, Dämmstoffen, Möbeln und technischen Anlagen. Dadurch wird aus einem Wasserschaden schnell ein deutlich aufwendigerer Umweltschaden.

 

Besonders kritisch: Heizöltanks im Keller

Ein häufiger Risikopunkt sind Heizöltanks. Wenn ein Keller vollläuft, können Tanks aufschwimmen, kippen oder beschädigt werden. Auch Anschlüsse, Leitungen und Entlüftungen können undicht werden. Tritt Heizöl aus, verteilt es sich mit dem Wasser im Gebäude.

Das kann schwerwiegende Folgen haben:

  • Ölgeruch im Gebäude
  • verunreinigte Wände, Böden und Dämmung
  • beschädigte Heizungs- und Haustechnik
  • aufwendige Sanierung
  • Belastung von Boden, Wasser und Kanalisation
  • höhere Entsorgungs- und Reinigungskosten

Deshalb gehört der Schutz von Heizöltanks und wassergefährdenden Stoffen unbedingt zur Starkregen- und Hochwasservorsorge.

 

 

Nicht nur Heizöl ist ein Problem

Auch in Garagen, Werkstätten, Lagerräumen und Gewerbebetrieben können bei Überflutung Stoffe freigesetzt werden, die nicht ins Wasser gehören. Dazu zählen zum Beispiel Motoröl, Hydrauliköl, Kraftstoffe, Reinigungsmittel oder Chemikalien.

Gerade bei Unternehmen, Handwerksbetrieben, landwirtschaftlichen Gebäuden oder technischen Anlagen lohnt sich ein genauer Blick: Was steht bodennah? Was könnte bei Wasserauftrieb umkippen? Was müsste im Ernstfall schnell gesichert werden?

 

 

Vorsorge: Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Ölschäden lassen sich nicht immer vollständig verhindern. Aber das Risiko kann deutlich reduziert werden:

  • Heizöltanks fachgerecht sichern und regelmäßig prüfen lassen
  • wassergefährdende Stoffe nicht bodennah lagern
  • Kanister, Fässer und Gebinde gegen Umkippen und Aufschwimmen sichern
  • Keller, Garagen und Technikräume gegen Wassereintritt schützen
  • Rückstau- und Hochwasserschutz mitdenken
  • geeignete Ölbindemittel und Notfallmaterial bereithalten
  • im Schadensfall schnell Fachfirma oder Feuerwehr informieren

Wichtig: Ölhaltiges Wasser sollte nicht einfach abgepumpt oder in die Kanalisation geleitet werden. Bei einem Ölschaden ist fachgerechtes Handeln entscheidend.

 

Fazit: Hochwasserschutz ist auch Umweltschutz

Starkregen und Hochwasser bringen nicht nur Wasser ins Gebäude. Sie können auch Schadstoffe mobilisieren und verteilen. Wer Keller, Heizöltanks, Garagen und Lagerräume rechtzeitig prüft, schützt deshalb nicht nur sein Gebäude, sondern auch Umwelt, Boden und Grundwasser.

Hochwasserschutz bedeutet also mehr als trockene Räume. Er hilft auch, teure Folgeschäden und gefährliche Verunreinigungen zu vermeiden.

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